| Theaterwerkstatt Siebenzwerge |
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| Kultur - Event | |
| Geschrieben von: Marc Kummer | |
| Dienstag, den 29. November 2011 um 12:16 Uhr | |
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Der jüngste Tag – nach Ödön von Horvàth
Der Bahnhofsvorsteher Thomas Hudetz, ein pflichtbewusster, verheirateter Beamter, wird von der hübschen Wirtstochter Anna geküsst. In diesem Moment vergisst er das Signal für den Eilzug 405 auf Rot zu stellen. Dieser stößt mit einem Güterzug zusammen, 18 Tote, eine Katastrophe!
Der Heizer Josef Kohut überlebt, er hat aber nicht gesehen, ob das Signal auf Rot oder Grün gestellt war. Thomas Hudetz sagt aus, er habe alles richtig gemacht. Seine Frau jedoch hat gesehen, dass er es verpasst hat, weil Anna ihn geküsst hat. Sie sagt gegen ihn aus, Anna sagt für ihn aus. Es steht Aussage gegen Aussage. Er wird verhaftet. Seiner im Dorf unbeliebten Frau wird kein Glauben geschenkt, keiner zweifelt, das Hudetz unschuldig ist. Nur Anna zweifelt, ob das was sie getan hat, richtig war. Thomas Hudetz wird nach vier Monaten entlassen, ein Fest wird gefeiert. Anna stellt ihn zur Rede und sie treffen sich am Viadukt. Beide sprechen sich aus, doch der Ausgang bleibt ungewiss. Anna wird gefunden, ermordet. Die Meinung des Dorfes dreht sich. Hat der Hudetz sie umgebracht, weil sie für ihn gelogen hat? Hat er das Signal falsch gestellt? Ob seine Frau doch die Wahrheit gesagt hat?
Das überarbeitete Stück stellt den Umgang und die individuelle sowie gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der persönlichen Schuld im Damals und Heute dar. Ein klassisches Volksstück mit Tiefgang, das aber durch seine teilweise grobe Sprache auch humoristische Akzente setzt.
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Die Theaterwerkskstatt Siebenzwerge präsentiert am 02.,03. und 04. Dezember 2011,
Dreißiger Jahre des 20ten Jahrhunderts, Österreich, ein kleines Bergdorf. Konform ist die Gesellschaft. Integration von „Anderen“ stellt sich als unüberwindbares Problem dar. Diese Mauern in Geist und Gesellschaft werden dargestellt. Mühselig und nur vereinzelt stellt sich eine Veränderung des Charakters dar.